Am 01.07.2014 ist das Gesetz zur Ver­kür­zung des Rest­schuld­be­frei­ungs­ver­fah­rens und zur Stär­kung der Gläu­bi­ger­rech­te vom 15.07.2013 (BGBl. I S. 2379) in Kraft getre­ten. In Insol­venz­ver­fah­ren, die an dem 01.07.2014 eröff­net wer­den, kann der Schuld­ner nun bereits nach drei Jah­ren eine voll­stän­di­ge Rest­schuld­be­frei­ung erlan­gen, wenn es ihm gelingt min­des­tens 35% sei­ner Ver­bind­lich­kei­ten zu til­gen. Zudem steht auch im Ver­brau­cher­insol­venz­ver­fah­ren das Sanie­rungs­in­stru­ment des Insol­venz­plans zur Ver­fü­gung. Fer­ner kön­nen Gläu­bi­ger nun jeder­zeit schrift­lich einer Rest­schuld­be­frei­ung wider­spre­chen. Damit soll die Akzep­tanz der Gläu­bi­ger gegen­über dem Rest­schuld­be­frei­ungs­ver­fah­ren des Schuld­ners ins­ge­samt ver­bes­sert wer­den. Und schließ­lich sieht das Rest­schuld­be­frei­ungs­ver­fah­ren mit dem neu geschaf­fe­nen § 287 b InsO vor, dass der Schuld­ner eine ange­mes­se­ne Erwerbs­tä­tig­keit aus­zu­üben hat oder sich zumin­dest um eine sol­che zu bemü­hen und kei­ne zumut­ba­re Tätig­keit abzu­leh­nen, wenn er ohne Beschäf­ti­gung ist.

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