Distressed M&A – Verkaufen und Kaufen in der Krise
Bieterkreis, Transaktionsstruktur, Verfahrensweg und Zeitplan – wir bringen alle Faktoren in Einklang. Unter hohem Druck zählt ein eingespieltes Team, das sich auskennt und M&A‑Erfahrung mit der Praxis aus Insolvenzverwaltung und Restrukturierung verbindet – für Verkäufer und Käufer, vor, in und nach der Insolvenz.
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M&A aus der Praxis der Restrukturierung.
Gerät ein Unternehmen in die Krise, führt der Weg zur Sanierung oft über einen Investor. Wir verkaufen regelmäßig Unternehmen aus Krise, Eigenverwaltung oder Insolvenz. Wir kennen das Verfahren von innen – und wissen deshalb, welcher Deal trägt.
Dieses Wissen nutzen wir auf beiden Seiten des Tisches: für Gesellschafter und Verfahrensbeteiligte, die verkaufen, und für Investoren, die Chancen in Sondersituationen sicher nutzen wollen.
- Sell-Side und Buy-Side: Verkauf und Kauf in Krise, Eigenverwaltung und Insolvenz.
- Recht und Zahlen aus einem Team: Bewertung, Prozess, Due Diligence und Verträge.
- Tempo mit Sicherheit: Transaktionen in Wochen statt Monaten – ohne Haftungsrisiken zu übersehen.
- Auch ohne Krise: Nachfolge und klassisches M&A für Unternehmer aus unserem Netzwerk.






















Auswahl. Enthält auch Transaktionen, die LECON-Partner in früheren Funktionen bei anderen Beratungshäusern verantwortet haben.
Ein Verkauf in der Krise folgt eigenen Regeln.
Wochen statt Monate
Das Verfahren und die verfügbaren Mittel bestimmen den Zeitplan. Prozess, Teaser, Datenraum und Investorenansprache müssen in kürzester Zeit und dennoch belastbar umgesetzt werden.
Mehr Parteien am Tisch
Gläubigerausschuss, Sachwalter, Insolvenzverwalter und Gericht entscheiden mit. Wir wissen, was sie mittragen.
Deals, die halten
Jede Struktur muss vor Anfechtung und Haftung bestehen – für Verkäufer wie für Käufer.
| Perspektive | Vorinsolvenzliche Restrukturierung | Insolvenz in Eigenverwaltung | Regelinsolvenz |
|---|---|---|---|
| Rahmen | Außergerichtliche Sanierung / StaRUG | Geschäftsführung unter Aufsicht eines Sachwalters | Insolvenzverwalter |
| Sell-Side | Unternehmens- oder Teilverkauf; Investoreneinstieg, ggf. im Restrukturierungsplan | Investorenprozess; übertragende Sanierung oder Insolvenzplan mit Investor | Investorenprozess; übertragende Sanierung oder Insolvenzplan mit Investor |
| Buy-Side | Anteils- oder Vermögenserwerb; Kapitalzuführung, ggf. als Planinvestor | Erwerb von Geschäft/Betriebsteilen oder Einstieg über Insolvenzplan | Erwerb von Geschäft/Betriebsteilen oder Einstieg über Insolvenzplan |
Distressed M&A.
Verkaufsprozesse steuern. Transaktionen absichern.
Unternehmen in der Krise verkaufen
Für Gesellschafter, Geschäftsführungen und Insolvenzverwalter, die unter Zeitdruck tragfähige Investorenlösungen brauchen.
- Investorenprozess unter Zeitdruck: Positionierung, Datenraum, Investorenansprache und Verhandlungen bis zum Abschluss
- Transaktionswege prüfen: Verkauf und Investoreneinstieg über Restrukturierungs- oder Insolvenzplan vergleichen und koordinieren
- Verkauf im Insolvenzverfahren: Übertragende Sanierungen im Regelverfahren und in Eigenverwaltung vorbereiten und umsetzen
- Bewertung und Angebote: Unternehmenswerte und Handlungsalternativen analysieren; Kaufpreis, Finanzierung und Vollzugssicherheit beurteilen
- Carve-out: Unternehmensteile für den Verkauf abgrenzen und ihre operative Eigenständigkeit vorbereiten
Unternehmen in der Krise erwerben
Für strategische Käufer, Finanzinvestoren und Family Offices, die Chancen in Sondersituationen nutzen und Risiken gezielt eingrenzen wollen.
- Targets und Erwerbswege: Übernahmeziele bewerten, Verfahrensstand einordnen und passende Zugangswege bestimmen
- Distressed Due Diligence: Liquidität, Geschäftsmodell, Fortführungsfähigkeit und wesentliche Transaktionsrisiken prüfen
- Transaktionsstruktur und Angebot: Erwerbsumfang, Kaufpreis und Finanzierung auf die konkrete Situation abstimmen
- Verhandlung und Abschluss: Kaufvertragsverhandlungen und Abstimmung mit den maßgeblichen Entscheidern und Gläubigern begleiten
- Die ersten 100 Tage: Maßnahmen zur Stabilisierung von Liquidität, Kundenbeziehungen, Lieferketten und Schlüsselpersonal vorbereiten
Klassisches M&A und Unternehmensnachfolge
Viele Mandate erreichen uns über Banken, Steuerberater und Unternehmer, die wir bereits begleitet haben. Für Nachfolgelösungen, strategische Verkäufe und Zukäufe im Mittelstand bieten wir einen strukturierten Prozess – mit dem Blick für Risiken, den man nur aus der Restrukturierung mitbringt.
- Nachfolgelösungen und Gesellschafterwechsel
- Strategische Verkäufe und Zukäufe
- Unternehmensbewertung
- Vendor Due Diligence und Post Merger Integration
Vier Schritte, im Takt der Lage.
Liquidität, Handlungsoptionen und möglicher Verfahrensweg.
Transaktionsstruktur, Investorenprofil, Zeitplan.
Ansprache, Datenraum, Due Diligence, Angebote und Verhandlung.
Kaufvertrag, Zustimmung der Gläubigerorgane, Vollzug.
Wer Restrukturierung führt, weiß, welcher Deal trägt.
Stefan Dillerup
Bankkaufmann und Betriebswirt mit langjähriger Erfahrung in Restrukturierungsberatung, M&A und Private Equity. Schwerpunkte: Unternehmenstransaktionen und Distressed M&A, Restrukturierung, Eigenverwaltung, Finanzierungsverträge sowie Interim Management.
Branchen: Industrie und produzierender Mittelstand, Maschinen- und Anlagenbau, Konsumgüter, Beteiligungsunternehmen und Private Equity.
Was ist Distressed M&A?
Der Kauf oder Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen in einer wirtschaftlichen Krise – vor, während oder nach einem Insolvenzverfahren. Anders als beim klassischen M&A bestimmen Liquidität und Verfahren den Zeitplan, mehr Beteiligte entscheiden mit, und Anfechtungs- und Haftungsfragen prägen die Struktur.
Wie schnell kann ein Verkauf in der Krise abgeschlossen werden?
Das hängt vom Verfahrensstand und von der verfügbaren Liquidität ab. Mit vorbereiteten Unterlagen und einem eingespielten Team ist ein Abschluss oft innerhalb weniger Wochen möglich – im Insolvenzverfahren häufig schneller als bei einem klassischen Verkaufsprozess.
Haftet der Käufer beim Kauf aus der Insolvenz für Altschulden?
Beim Erwerb des Geschäftsbetriebs aus dem eröffneten Insolvenzverfahren (Asset Deal) übernimmt der Käufer grundsätzlich keine Altverbindlichkeiten; die Haftung wegen Firmenfortführung (§ 25 HGB) und für Betriebssteuern (§ 75 AO) greift dann nicht. Arbeitsverhältnisse gehen nach § 613a BGB auch in der Insolvenz auf den Erwerber über, die Haftung für Ansprüche aus der Zeit vor Verfahrenseröffnung ist aber eingeschränkt. Vor Verfahrenseröffnung gelten diese Erleichterungen nicht – der Zeitpunkt ist deshalb entscheidend.
Kann ein Unternehmen auch in der Eigenverwaltung verkauft werden?
Ja. Die Geschäftsführung führt den Verkaufsprozess unter Aufsicht des Sachwalters; die Veräußerung des Unternehmens bedarf als besonders bedeutsame Rechtshandlung der Zustimmung des Gläubigerausschusses bzw. der Gläubigerversammlung. Alternativ kann ein Investor über einen Insolvenzplan einsteigen.
Was bedeutet Dual Track?
Zwei Wege werden parallel vorbereitet – etwa der Verkauf an einen Investor und eine Sanierung über einen Insolvenz- oder Restrukturierungsplan. So bleibt bis zuletzt eine Alternative, und am Ende wird die wirtschaftlich bessere Lösung umgesetzt.
Was ist ein Stalking-Horse-Angebot?
Ein frühes, verbindliches Angebot eines Bieters, das als Mindestgebot für den weiteren Bieterprozess dient und von anderen Interessenten überboten werden kann. Der erste Bieter erhält dafür meist einen Ausgleich für seinen Aufwand. In Deutschland ist das nicht gesetzlich geregelt, sondern wird vertraglich gestaltet.
Was ist der Unterschied zwischen Share Deal und Asset Deal?
Beim Share Deal werden die Anteile am Rechtsträger übertragen – mit allen Verträgen, aber auch allen Verbindlichkeiten. Beim Asset Deal werden der Geschäftsbetrieb oder einzelne Vermögensgegenstände übertragen; Altverbindlichkeiten bleiben beim Rechtsträger. In der Insolvenz ist der Asset Deal (übertragende Sanierung) die Regel, ein Share Deal kommt vor allem vorinsolvenzlich oder über einen Insolvenzplan in Betracht.
Bleibt der Verkaufsprozess vertraulich?
Ja. Interessenten erhalten zunächst eine anonymisierte Kurzbeschreibung und vertrauliche Informationen erst nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung, gestuft über einen Datenraum. Ist ein Insolvenzantrag gestellt, ist das Verfahren selbst in der Regel öffentlich bekannt – die Details des Verkaufsprozesses bleiben dennoch vertraulich.
Diese Hinweise ersetzen keine Beratung im Einzelfall.
Transaktionen, wenn es darauf ankommt.
Sprechen Sie mit uns – vertraulich und kurzfristig. In der Krise zählt jeder Tag.