Mit dem am 29.07.2014 in Kraft getre­te­nen Gesetz zur Bekämp­fung von Zah­lungs­ver­zug im Geschäfts­ver­kehr und zur Ände­rung des Erneu­er­ba­re-Ener­gi­en-Gesetz (BGBl. I 2014, 1218) möch­te der Gesetz­ge­ber eine gestei­ger­te Zah­lungs­mo­ral im Geschäfts­ver­kehr errei­chen und damit ins­be­son­de­re die Liqui­di­tät und Wett­be­werbs­fä­hig­keit ins­be­son­de­re von KMU ver­bes­sern (vgl. Mel­dung des BMJV vom 28.07.2014).

Das Gesetz dient der Umset­zung der Richt­li­nie 2011/7/EU des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 16.02.2011 zur Bekämp­fung von Zah­lungs­ver­zug im Geschäfts­ver­kehr (ABl. L 48 vom 23.2.2011, S. 1) und schafft neben der Ände­rung der §§ 288, 308 und 310 BGB einen neu­en § 271a BGB.

Nach § 271a Abs. 1 Satz 1 BGB n.F. ist eine Ver­ein­ba­rung, nach der der Gläu­bi­ger die Erfül­lung einer Ent­gelt­for­de­rung erst nach mehr als 60 Tagen nach Emp­fang der Gegen­leis­tung ver­lan­gen kann, nur wirk­sam, wenn sie aus­drück­lich getrof­fen und im Hin­blick auf die Belan­ge des Gläu­bi­gers nicht grob unbil­lig ist.

Zudem wur­den die Ver­zugs­zin­sen nun von acht auf neun Pro­zent­punk­te über dem Basis­zins­satz ange­ho­ben (§ 288 Abs. 2 BGB n.F.). Außer­dem schul­det der mit einer Ent­gelt­ver­bind­lich­keit in Ver­zug gera­te­ne Schuld­ner, wenn er kein Ver­brau­cher ist, sei­nem Gläu­bi­ger eine Ver­zugs­pau­scha­le in Höhe von 40 Euro (§ 288 Abs. 5 Satz 1 BGB n.F.).

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