MIFA Insolvenz

15.01.2015: Downgrading der Anleihe und Delisting

Die MIFA-Anlei­he wird ab dem 26.02.2015 nicht mehr im Ent­ry Stan­dard der Deut­schen Bör­se gehan­delt. Es ist geplant, die Schuld­ver­schrei­bun­gen der MIFA-Anlei­he ab dem 27. Febru­ar 2015 im „Quo­ta­ti­on Board“ des Frei­ver­kehrs (Open Mar­ket) der Frank­fur­ter Wert­pa­pier­bör­se zum Han­del ein­zu­be­zie­hen.

Zudem zieht sich MIFA mit sei­nen Akti­en von der Bör­se zurück (sog. Delis­ting). Dazu hat der Insol­venz­ver­wal­ter den Wider­ruf der Zulas­sung der Akti­en zum Han­del an der Bör­se bean­tragt. Das Delis­ting wird vor­aus­sicht­lich am 29.07.2015 wirk­sam.

12.12.2014: MIFA verkauft

Im Wege eines Asset Deals hat der Insol­venz­ver­wal­ter am 12.12.2014 mit Zustim­mung des Gläu­bi­ger­aus­schus­ses sämt­li­che Wirt­schafts­gü­ter der MIFA an die Unter­neh­mer­fa­mi­lie Nathu­si­us, Allein­ge­sell­schaf­te­rin der IFA Roto­ri­on-Hol­ding GmbH, ver­kauft. Dabei sind auch sämt­li­che Arbeits­ver­hält­nis­se auf den neu­en Arbeit­ge­ber über­ge­gan­gen. Über den Kauf­preis wur­de still­schwei­gen ver­ein­bart.

01.12.2014: Insolvenzverfahren eröffnet

Am 01.12.2014 wur­de nun das Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen der MIFA Mit­tel­deut­sche Fahr­rad­wer­ke AG eröff­net und der vor­läu­fi­ge Insol­venz­ver­wal­ter zum Insol­venz­ver­wal­ter bestellt.

28.11.2014: Thomas Mayer legt Vorstandsamt nieder

In einer Mit­tei­lung auf ihrer Web­site teil­te MIFA am 28.11.2014 mit: „Herr Tho­mas May­er hat am heu­ti­gen Tage mit sofor­ti­ger Wir­kung sein Amt als Vor­stand der MIFA Mit­tel­deut­sche Fahr­rad­wer­ke AG, das er am 1. Okto­ber 2014 ange­tre­ten hat­te, aus wich­ti­gem Grund nie­der­ge­legt. Der Auf­sichts­rat hat die­se Amts­nie­der­le­gung mit gro­ßem Bedau­ern ange­nom­men, nach­dem aus Sicht des Auf­sichts­ra­tes der vor­läu­fi­ge Insol­venz­ver­wal­ter durch sein Ver­hal­ten und sei­ne Maß­nah­men einen wei­te­ren Ver­bleib für Herrn May­er unzu­mut­bar gemacht hat.“

14.11.2014: Keine Eigenverwaltung bei MIFA

Am 29.09.2014 bean­trag­te der Vor­stand der MIFA Mit­tel­deut­sche Fahr­rad­wer­ke AG (Amts­ge­richt Sten­dal, HRB 214837) die Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens in Eigen­ver­wal­tung, „um den Restruk­tu­rie­rungs­pro­zess der MIFA in Eigen­re­gie fort­set­zen zu kön­nen“. Das Amts­ge­richt Hal­le (Saa­le) benann­te als zustän­di­ges Insol­venz­ge­richt am glei­chen Tag Rechts­an­walt Prof. Dr. Lucas F. Flö­ther zum vor­läu­fi­gen Sach­wal­ter (Az.: 59 IN 457/14). Bereits am 07.10.2014 hob das Gericht jedoch sei­ne Anord­nung der Eigen­ver­wal­tung mit sofor­ti­ger Wir­kung wie­der auf und bestell­te Prof. Flö­ther zum vor­läu­fi­gen Insol­venz­ver­wal­ter. Dage­gen wand­te sich der MIFA-Vor­stand mit einer Beschwer­de zum Land­ge­richt Hal­le, die nun als unbe­grün­det zurück­ge­wie­sen wur­de (Beschluss vom 14.11.2014, Az.: 3 T 86/14 = ZIP 2014, 2355). Das Gericht sah eine Viel­zahl beson­de­rer Umstän­de gege­ben, die in ihrer Gesamt­schau Nach­tei­le für die Gläu­bi­ger befürch­ten lie­ßen, soll­te es erneut die Eigen­ver­wal­tung anord­nen. So hat­te der vor­läu­fi­ge Gläu­bi­ger­aus­schuss in einem Schrei­ben an das Insol­venz­ge­richt ein­stim­mig sei­ne Beden­ken gegen die Anord­nung der Eigen­ver­wal­tung zum Aus­druck gebracht. In die­ser kla­ren Ableh­nung durch den Gläu­bi­ger­aus­schuss sah das Beschwer­de­ge­richt ein star­kes Indiz dafür, dass Nach­tei­le für die Gläu­bi­ger zu erwar­ten sei­en, was die Auf­he­bung der Anord­nung der Eigen­ver­wal­tung recht­fer­ti­ge.

Bild­nach­weis:
Fahr­rad nach links von -LaSer- CC BY-ND 2.0 DE