Unternehmenstransaktionen (Distressed M&A)

Dis­tres­sed M&A steht für die Ver­äu­ße­rung oder den Erwerb eines in die Kri­se gera­te­nen oder schon insol­ven­ten Unter­neh­mens. Chan­cen und Risi­ken für Ver­käu­fer und Inves­to­ren lie­gen in die­ser beson­de­ren Situa­ti­on oft nahe bei­ein­an­der. Die Reform des Insol­venz­rechts durch das ESUG haben aber die Erfolgs­chan­cen einer Dis­tres­sed M&A-Transaktion deut­lich erhöht.

So bie­tet die Ein­füh­rung des sog. Schutz­schirm­ver­fah­rens nach § 270 b InsO nun unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Mög­lich­keit, eine Trans­ak­ti­on mit Hil­fe eines Insol­venz­pla­nes vor­zu­be­rei­ten und dabei inner­halb einer Schutz­schirm­pha­se von höchs­tens drei Mona­ten Zwangs­voll­stre­ckungs­maß­nah­men der Gläu­bi­ger abzu­weh­ren. Außer­dem kann der Schuld­ner auf Antrag bei Gericht Mas­se­ver­bind­lich­kei­ten begrün­den und damit die fort­ge­setz­te Zusam­men­ar­beit mit Geschäfts­part­ner gewähr­leis­ten.

Die gesetz­li­chen Ände­run­gen zum Insol­venz­plan haben Dis­tres­sed M&A-Transaktion eben­falls erleich­tert. Inves­ti­tio­nen in ein Unter­neh­men im Wege der Umwand­lung von Fremd- in Eigen­ka­pi­tal sind nun leich­ter mög­lich, indem nun ein Debt-Equi­ty-Swap in den Plan gere­gelt wer­den kann (§ 225 a Abs. 2 InsO). Der Erhalt eines Rechts­trä­gers wird zudem dadurch attrak­ti­ver, dass die Fort­set­zung von Ver­trä­gen etwa mit Lie­fe­ran­ten oder Ver­mie­tern nur zu ver­schlech­ter­ten Bedin­gun­gen der Ver­gan­gen­heit ange­hört, denn Chan­ge-of-Con­trol-Klau­seln ent­fal­ten im Rah­me des Insol­venz­plan­ver­fah­rens kei­ne Wir­kung mehr (§ 225 a Abs. 4 InsO). Und schließ­lich ersetzt die Auf­nah­me von Gesell­schaf­ter­be­schlüs­sen und sons­ti­gen Wil­lens­er­klä­run­gen in den Insol­venz­plan nun­mehr sämt­li­che Form­erfor­der­nis­se (§ 254 a Abs. 2 InsO) – ein Gang zum Notar ist nicht mehr erfor­der­lich. Das spart Zeit in einem Ver­fah­ren, bei dem Schnel­lig­keit für den Erfolg einer Trans­ak­ti­on wesent­lich ist.

Es zeigt sich, dass bei rich­ti­ger Gestal­tung die­ser und wei­te­rer Sanie­rungs­tools sowie pro­fes­sio­nel­ler Bera­tung eine Dis­tres­sed M&A-Transaktion für Schuld­ner und Inves­tor eine attrak­ti­ve Opti­on dar­stel­len, ein Unter­neh­men zu sanie­ren und des­sen Wer­te zu erhal­ten.

LECON bie­tet Ihnen neben der gesell­schafts-, steu­er- und arbeits­recht­li­chen Exper­ti­se ins­be­son­de­re fun­dier­te Kennt­nis­se der insol­venz­recht­li­chen Beson­der­hei­ten, die für das Gelin­gen einer Dis­tres­sed M&A-Transaktion not­wen­dig sind. Wir ent­wi­ckeln gemein­sam mit Ihnen krea­ti­ve und nach­hal­ti­ge Lösung und ste­hen daher für Ihren Erfolg in der Kri­se.