Erfolgreicher Insolvenzplan für Automotive-Dienstleister

Sinnvoller Lösungsansatz für bestmögliches Gläubigerergebnis

(Mün­chen, 25. Juni 2018) LECON ist es gelun­gen, den Insol­venz­plan für die TVS Tech­ni­sche Ver­suchs- und Ser­vice GmbH & Co. KG vor dem Amts­ge­richt Wolfs­burg erfolg­reich umzu­set­zen. Mit der Bestä­ti­gung des Plans in dem Ter­min vom 24.05.2018 sowie dem zwi­schen­zeit­li­chen Ein­tritt der Plan­be­din­gun­gen, erreicht das Unter­neh­men die Ziel­ge­ra­de der Restruk­tu­rie­rung mit der Umset­zung der fina­len Maß­nah­men. Die TVS Tech­ni­sche Ver­suchs- und Ser­vice GmbH & Co. KG (TVS) mit Sitz in Wey­hau­sen bei Wolfs­burg ist ein Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men im Auto­mo­ti­ve-Bereich und ver­füg­te über Stand­or­te in Wey­hau­sen mit knapp 200 Mit­ar­bei­tern sowie in Mün­chen und Stutt­gart mit 70 Mit­ar­bei­tern. Das Unter­neh­men stell­te an sei­nem Stand­ort in Wey­hau­sen Test­fah­rer zur qua­li­fi­zier­ten Fah­rer­pro­bung durch Dau­er­fahr­ver­su­che sowie der Betriebs­fes­tig­keits­ana­ly­se zur Ver­fü­gung. TVS war dort im Wesent­li­chen für den VW-Kon­zern tätig.

So entstand die Krise

Im Jahr 2015 wur­den die Abru­fe von Test­fah­rern in einem zuneh­mend schwie­ri­gen Markt­um­feld deut­lich redu­ziert. Eine Anpas­sung der Per­so­nal­stär­ke war der TVS jedoch nur bedingt mög­lich, nach­dem Rah­men­ver­trä­ge eine Min­dest­per­so­nal­stär­ke in den Schich­ten vor­sa­hen. Die dadurch ent­stan­de­ne Sche­re führ­te zu exis­tenz­be­dro­hen­den Ver­lus­ten an dem Stand­ort Nord bei Wolfs­burg. Die Stand­or­te im Süden ver­mit­tel­ten haupt­säch­lich Inge­nieu­re im Rah­men von Werk­ver­trä­gen und Arbeit­neh­mer­über­las­sun­gen – die dort erwirt­schaf­te­ten Deckungs­bei­trä­ge konn­ten die Ver­lus­te zwar redu­zie­ren, aber nicht kom­pen­sie­ren.
Von der Geschäfts­lei­tung wur­de daher im letz­ten Jahr der Ent­schluss gefasst, mit den Sanie­rungs­ex­per­ten Micha­el Geor­ge und Tho­mas Klöck­ner von LECON die Schlie­ßung des Stand­or­tes Nord im Wege der Eigen­ver­wal­tung umzu­set­zen und die pro­fi­ta­blen Stand­or­te im Süden zu erhal­ten. Nach einer mehr­mo­na­ti­gen Aus­pro­duk­ti­on im Nor­den und dem Erhalt der Stand­or­te in Mün­chen und Stutt­gart konn­ten die Restruk­tu­rie­rungs­zie­le inner­halb des gesteck­ten Fahr­plans erreicht wer­den. „Ein Para­de­bei­spiel für eine sinn­vol­le Restruk­tu­rie­rung in Eigen­ver­wal­tung“, berich­tet Rechts­an­walt Micha­el Geor­ge.

Verfahrensbegleitender Insolvenzplan für erhöhtes Sozialplanvolumen

Aller­dings konn­te das Ziel einer zügi­gen Aus­zah­lung des ver­han­del­ten Sozi­al­plans auf Grund der zahl­rei­chen Kün­di­gungs­schutz­kla­gen nicht umge­setzt wer­den. Die­se Blo­cka­de, die einen zeit­na­hen Ver­fah­rens­ab­schluss nicht erlaub­te, konn­te nun durch eine krea­ti­ve Gestal­tung über­wun­den wer­den: Mit Hil­fe eines ver­fah­rens­be­glei­ten­den Insol­venz­plans wur­den die gesetz­li­chen Begren­zun­gen des Sozi­al­plans besei­tigt und das Volu­men deut­lich ange­ho­ben. Im Gegen­zug nah­men die Arbeit­neh­mer ihre Kla­gen zurück. „Ich bin glück­lich, dass wir das geschafft haben. Das Ergeb­nis ist dem Ein­satz und der Ver­nunft aller, ins­be­son­de­re der Arbeit­neh­mer und der Gewerk­schaft, zu ver­dan­ken“, berich­tet der Sanie­rungs­ex­per­te von LECON. „Seit ver­gan­ge­nen Diens­tag, den 19.06.2018, lie­gen nun alle Vor­aus­set­zun­gen für die Aus­zah­lung des Sozi­al­plans vor, denn die letz­te Kla­ge wur­de zurück­ge­zo­gen“, so Geor­ge wei­ter. Das ist eine Win-Win-Situa­ti­on für Arbeit­neh­mer und die Insol­venz­gläu­bi­ger, für die der Insol­venz­plan eine zeit­na­he Abschlags­ver­tei­lung vor­sieht. Geor­ge rech­net ins­ge­samt mit einer Quo­te von cir­ca 40 Pro­zent und mehr für die Insol­venz­gläu­bi­ger und geht davon aus, das Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren im Herbst die­ses Jah­res abschlie­ßen zu kön­nen.
„Für die Gläu­bi­ger haben wir mit dem Insol­venz­plan das best­mög­li­che Ergeb­nis erzielt“, so der Han­no­ver­sche Rechts­an­walt Sil­vio Höfer aus der Kanz­lei anchor Rechts­an­wäl­te, den das Amts­ge­richt in Wolfs­burg zum Sach­wal­ter bestell­te. Die Fort­füh­rung des Unter­neh­mens sowie die Initia­ti­ve für den Insol­venz­plan und des­sen Umset­zung wur­den durch den Sach­wal­ter kon­struk­tiv und enga­giert beglei­tet.

Über LECON RESTRUKTURIERUNG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH:

Mit 50 Mit­ar­bei­tern berät und unter­stützt LECON sei­ne Kun­den im gesam­ten Bun­des­ge­biet von sie­ben Stand­or­ten aus. Das Restruk­tu­rie­rungs­team von LECON ana­ly­siert erfor­der­li­che Ver­än­de­run­gen in Unter­neh­men und setzt die­se ziel­ori­en­tiert und mess­bar um. Mit einer hohen Pro­blem­lö­sungs- sowie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz bewäl­ti­gen die Restruk­tu­rie­rungs­ex­per­ten von LECON gemein­sam mit dem Manage­ment Unter­neh­mens­kri­sen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.lecon.eu

Über anchor Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB:

Die auf Insol­venz­recht und Unter­neh­mens­sa­nie­run­gen spe­zia­li­sier­te Kanz­lei anchor Rechts­an­wäl­te ist mit mehr als 120 Mit­ar­bei­tern an den elf Stand­or­ten Augs­burg, Braun­schweig, Düs­sel­dorf, Han­no­ver, Hil­des­heim, Köln, Mann­heim, Mün­chen, Stutt­gart, Ulm und Weil­heim i. OB tätig. Rechts­an­walt Sil­vio Höfer ist Part­ner der Sozie­tät und hat in der Ver­gan­gen­heit zahl­rei­che grö­ße­re Betrie­be in der Insol­venz beglei­tet und saniert. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.anchor.eu

Kon­takt:
Rechts­an­walt Micha­el Geor­ge
LECON Restruk­tu­rie­rung Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH
Tele­fon: +49 89 212314-0
E-Mail: Michael.George@lecon.eu