Traditionsunternehmen Jeans Kaltenbach will sich in Eigenverwaltung mit LECON sanieren

Die Jeans Kal­ten­bach GmbH will sich auf dem Weg der Eigen­ver­wal­tung neu auf­stel­len. Das zustän­di­ge Amts­ge­richt in Mün­chen hat dem Antrag der Geschäfts­füh­rung ent­spro­chen und die vor­läu­fi­ge Eigen­ver­wal­tung ange­ord­net. Durch die nun vor­lie­gen­de gericht­li­che Anord­nung ver­bleibt die Lei­tung des Unter­neh­mens auch wäh­rend des Sanie­rungs­pro­zes­ses in den Hän­den der Geschäfts­füh­rung. Damit ist der Weg frei, die zur Restruk­tu­rie­rung und Sanie­rung erfor­der­li­chen Maß­nah­men gezielt eigen­ver­ant­wort­lich zu erar­bei­ten und kurz­fris­tig umzu­set­zen.

„Die Fol­gen der Coro­na-Kri­se für den inner­städ­ti­schen Ein­zel­han­del haben auch uns schwer getrof­fen“, sagt Nor­bert Kal­ten­bach, Geschäfts­füh­rer des im Jahr 1953 gegrün­de­ten Münch­ner Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens. „Unser Ziel ist es jetzt, Jeans Kal­ten­bach nach­hal­tig zu sanie­ren und unse­re Tra­di­ti­on als ein attrak­ti­ver Anbie­ter in Sachen Jeans Kom­pe­tenz auch zukünf­tig fort­zu­set­zen.“

Kal­ten­bach wird bei die­sem Kurs ab sofort durch den Münch­ner Sanie­rungs­ex­per­ten Tho­mas Klöck­ner und sei­nem Team von der Kanz­lei LECON Restruk­tu­rie­rung unter­stützt. Rechts­an­walt Klöck­ner wech­selt hier­zu in die Geschäfts­füh­rung des Unter­neh­mens. „Die Eigen­ver­wal­tung ist unse­re bes­te Mög­lich­keit, die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Kri­se zu über­win­den und den lang­fris­ti­gen Fort­be­stand von Jeans Kal­ten­bach im Inter­es­se aller Betei­lig­ten zu gewähr­leis­ten“, erklärt Klöck­ner. Dafür wird das Unter­neh­men auch Mög­lich­kei­ten einer Inves­to­ren­lö­sung erör­tern, um auf die­se Wei­se ein oder meh­re­re Inter­es­sen­ten zu fin­den, die bereit wären, Mit­tel für die Zukunft des Unter­neh­mens zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Zusätz­lich wird Rechts­an­walt Dr. Mat­thi­as Hof­mann von der Kanz­lei Pohl­mann Hof­mann ab sofort als gericht­lich bestell­ter vor­läu­fi­ger Sach­wal­ter die Geschäfts­füh­rung den Sanie­rungs­pro­zess zur Wah­rung der Gläu­bi­ger­inter­es­sen über­wa­chen und beglei­ten.

Der Geschäfts­be­trieb wird in bei­den Filia­len der­weil ohne Ein­schrän­kung auf­recht­erhal­ten. „Unse­re Kun­den kön­nen auch wei­ter­hin auf unse­ren per­sön­li­chen Ser­vice und unse­re Qua­li­tät bau­en“, sagt Kal­ten­bach.

Die Geschäfts­füh­rung hat die rund 35 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in einer Betriebs­ver­samm­lung über die aktu­el­le Situa­ti­on und das wei­te­re Vor­ge­hen infor­miert. Anstel­le ihrer Löh­ne und Gehäl­ter erhal­ten sie für drei Mona­te Insol­venz­geld der Bun­des­agen­tur der Arbeit.

Süd­deut­sche Zei­tung vom 09.07.2020

Münch­ner Mer­kur vom 09.07.2020

 

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