Gläubiger nehmen den Insolvenzplan der KDX einstimmig an

Weyarn, 13. Sep­tem­ber 2019 – Die Lösung für die auf Ver­bund­werk­stof­fe im Bereich Auto­mo­ti­ve spe­zia­li­sier­te KDX Euro­pe Com­po­si­tes R&D Cen­ter GmbH nimmt wei­ter Form an: „Eine wich­ti­ge Hür­de im Ver­fah­ren um die KDX wur­de genom­men. Am 9. Sep­tem­ber 2019 wur­de der Insol­venz­plan ein­stim­mig beschlos­sen“, berich­tet Insol­venz­ver­wal­ter, Rechts­an­walt Tho­mas Klöck­ner, LECON Restruk­tu­rie­rung | Rechts­an­wäl­te. Ein­ge­reicht wur­de der Insol­venz­plan am 08. August beim Insol­venz­ge­richt. Der Plan sieht neben dem voll­stän­di­gen Erhalt des Unter­neh­mens, die Über­nah­me der Gesell­schafts­an­tei­le durch einen stra­te­gi­schen Finanz­in­ves­tor aus dem Auto­mo­ti­ve Bereich sowie eine Quo­ten­zah­lung an die Gläu­bi­ger in Höhe von 50 Pro­zent vor.
Der ein­stim­mi­ge Beschluss zum Insol­venz­plan ist jedoch nicht der ers­te Erfolg im Insol­venz­ver­fah­ren um die KDX Euro­pe Com­po­si­tes R&D Cen­ter GmbH. Denn Tho­mas Klöck­ner erar­bei­te­te mit sei­nem Team bei LECON, Rechts­an­wäl­tin Manue­la Richert und Wirt­schafts­ju­ris­tin (M.Sc.) Julia Jaud, auch eine Inves­to­ren­lö­sung. Bereits kurz nach Insol­venz­eröff­nung am 05. August stand die­se mit einem neu­en chi­ne­si­schen Finanz­in­ves­tor. Bei dem Finanz­in­ves­tor han­delt es sich um eine Gesell­schaft, die über ihr Manage­ment und einen Teil der Inves­to­ren in Ver­bin­dung zu Nio Capi­tal steht. Nio Capi­tal ist eine Pri­va­te Equi­ty Gesell­schaft aus Chi­na, deren Ziel die Umge­stal­tung der Auto­mo­bil­in­dus­trie durch neue Ener­gi­en und inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en ist. Bera­ten wur­de der Finanz­in­ves­tor von den Frank­fur­ter Kol­le­gen der KWM Euro­pe Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH, Herrn Rechts­an­walt Hui Zhao und Frau Rechts­an­wäl­tin Dr. San­dra Link. Mit­hil­fe des Inves­tors und des beschlos­se­nen Insol­venz­plans soll KDX auf siche­re Füße gestellt und zukunfts­fä­hig gemacht wer­den. „Mit der Bestä­ti­gung durch das Insol­venz­ge­richt kann der Plan jetzt umge­setzt und das Insol­venz­ver­fah­ren schon kurz nach der Eröff­nung wie­der auf­ge­ho­ben wer­den“, sagt Klöck­ner. Nun gehe es vor allem dar­um, den Ver­trieb zu stär­ken und neue Märk­te für das Know-how von KDX zu erschlie­ßen.
Die KDX Euro­pe Com­po­si­tes R&D Cen­ter GmbH sitzt in Weyarn und ist auf die Erfor­schung und Ent­wick­lung von Leicht­bau­kom­po­nen­ten spe­zia­li­siert. Die Kun­den aus dem Elek­tro­au­to­mo­ti­ve-Bereich wer­den durch KDX von der ers­ten Idee bis hin zur Seri­en­pro­duk­ti­on beglei­tet. Dazu ent­wi­ckelt das Unter­neh­men in sei­ner 3.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Fer­ti­gungs­hal­le Pro­to­ty­pen und Klein­se­ri­en von meist car­bon­fa­ser­ver­stärk­ten Leicht­bau­tei­len. Die Mit­ar­bei­ter der KDX stam­men zum Groß­teil aus Deutsch­land, zudem gibt es eine Koope­ra­ti­on mit dem Lehr­stuhl für Car­bon Com­po­si­tes der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen.
„Mit­te 2019 geriet das eins­ti­ge baye­risch-chi­ne­si­sche Vor­zei­ge­pro­jekt in eine Kri­se. Denn der Mut­ter­kon­zern, ein Mil­li­ar­den­un­ter­neh­men aus Chi­na, war durch den Vor­sit­zen­den in einen Finanz­skan­dal ver­wi­ckelt wor­den. Damit blie­ben drin­gend benö­tig­te Zah­lun­gen aus. Auch die Inves­to­ren­su­che durch die Geschäfts­lei­tung im Vor­feld des Insol­venz­an­tra­ges brach­te kei­nen Erfolg. Damit war eine Insol­venz­an­trags­stel­lung unver­meid­bar“, schil­dert Klöck­ner.
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